Dachstein Tripple im Goldenen Herbst
Nachdem das Wetter östlich deutlich stabiler war und wir mal was Neues sehen wollten machten Hannes und ich uns Ende Oktober auf in den Dachstein, wo uns hohe Südwände mit bestem Fels erwarten sollten. Bewaffnet mit den klassischen Auswahlführern vom Panico Verlag “im extremen Fels”, “Moderne Zeiten” und “Longlines” beschließen wir in den drei Tagen eine Tour aus jedem der Führer zu machen um einen guten Eindruck vom Gebiet zu bekommen.
Als wir am Samstag im ersten Licht losgehen, können wir erstmals einen Blick auf die kolossale Südwand werfen. Doch unser Ziel die Koppenkarstein Südwand mit der “Metamorphose” liegt noch versteckt ums Eck…
Die Metamorphose ist jedem der auf raue Kalkplatten im 7. Grad steht voll zu empfehlen und nachdem wir jetzt ordentlich eingeklettert waren kanns an die großen Wände gehen. Die “Büchsenschuss” in der Südwand des Großen Dachsteins sieht vielversprechend aus und wir pokern, dass die oberen Schlüssellängen tagsüber in der Sonne schon abtrocknen werden, was zum Glück der Fall ist. Im Gegensatz zum Vortag scheint die Sonne und es ist windstill. Statt zu kalt ist uns heute fast zu warm, aber man will ja nicht meckern…
Nach den 26 Seillängen in den zu engen Schuhen bin und der Plattenkletterei vom Vortag bin ich schon ziemlich durch, aber Hannes kann mich noch überzeugen am nächsten Tag die “Maixkante” am Großen Dirndl zu klettern, mit der Bedingung dass ich in Zustiegsschuhen alles nachsteige, was auch eine wunderbar lässige Erfahrung und ein perfekter Abschluss für das Wochenende war.
Danke Hannes für die tollen Tage! Alle drei Touren waren auf ihre eigene Weise wunderbar und empfehlenswert und es wird sicher nicht unser letztes Mal im Dachstein gewesen sein!