Im Schatten des großen Bruders

Barre Noire Südpfeiler

Eigentlich wäre ein Pausetag angestanden, aber als wir aus dem Val di Mello in Ailefroide ankamen, fragte Franz mich ob ich denn nicht Lust hätte am nächsten Tag an die Barre Noire zu starten. Ich hatte zwar noch nie von der Tour gehört, aber der Franz hat immer gute Ideen und so starten Lena, er und ich um 2:00 mit den Rädern vom Campingplatz in Richtung Noire. Die meisten Alpinisten gehen an der Noire vorbei in Richtung des berühmten Barre des Ecrins “Südpfeiler”, welcher deutlich länger ist und auf den höheren Berg geht, aber anscheinend auch deutlich brüchiger sein soll.

Pünktlich zur Dämmerung erreichen wir das Schneefeld unter dem Pfeiler. Das untere Drittel legen wir seilfrei zurück, bevor Franz in der grauen Verschneidung das Seil anlegt und die ersten Längen vorsteigt. Ich übernehme die drei letzten und schwersten Längen der Tour. Hier findet man geniale Kletterei in bestem Fels. Seit einer Rettungsaktion sind die obersten Stände und ein paar wenige Zwischenhaken gebohrt.

Der Abstieg war zwar ewig lang und nichts für meine Sportkletterbeine, aber sehr malerisch und gegen 19 Uhr kommen wir müde, aber zufrieden wieder am Camp an.

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